Förderung Elektroautos: E-Mobilität braucht jetzt Kaufanreize

Kaufanreize fehlen – Elektroautos sollten mehr gefördert werden. Anlässlich der Nationalen Konferenz E-Mobilität am 15. und 16. Juni in Berlin sagte Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa: „Ganz oder gar nicht: Wenn die Bundesregierung die Elektromobilität in Deutschland vorantreiben will, muss sie jetzt konkrete Beschlüsse fassen und umfangreiche finanzielle Anreize schaffen.“ Diese müssten laut Heimlich letztlich auch beim Verbraucher ankommen. „Das aktuell angewandte Gießkannen-Prinzip mit unzähligen kleinteiligen Projekten bringt nichts. Die Elektro-Gießkanne ist noch nicht erfunden.“ Die geringe Zahl an Elektroautos auf deutschen Straßen zeige laut Heimlich hingegen deutlich, dass die vielen kleinen Schaufensterprojekte gescheitert sind.

Der ACE fordert daher ein intelligentes Gesamtpaket, das im Wesentlichen aus drei Komponenten besteht:

(1) Kaufanreize für Privatkunden: Der ACE fordert eine Kaufprämie in Höhe von 5.000 Euro für Privatkunden bei der Anschaffung eines vollelektrischen Fahrzeugs oder Plug-In-Hybrids mit einer Mindestreichweite von 50 Kilometern. Diese Kaufanreize sollen nur bei Fahrzeugen bis zu einem Listenpreis von maximal 50.000 Euro gewährt werden; die Anschaffung eines Elektro-Zweirads mit bis zu 500 Euro gefördert werden.

(2) Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Gewerbekunden: Der ACE fordert im gewerblichen Bereich eine nach Jahren gestaffelte Sonderabschreibung, um Unternehmen auf diese Weise vom Kauf von Elektrofahrzeugen zu überzeugen und damit mittelfristig einen Gebrauchtwagenmarkt zu schaffen.

(3) Ausbau der Ladeinfrastruktur: Der ACE fordert einen flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur unter Berücksichtigung von vereinheitlichten Ladesystemen sowie eine vereinfachte Bezahlung der Ladevorgänge per EC-Karte. ACE Auto Club Europa, Schmidener Straße 227, 70374 Stuttgart, ace-online.de

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